Die Steiner Mole unter Wasser (Geobytes)

Sie wirkt so freundlich und zurückhaltend wie ein Dorfteich, aber sie hat es in sich. Wind, Wellen und Hochwasser können auch in der vermeintlich kleinen Ostsee genügend Anlauf nehmen, um an Land gewaltigen Schaden anzurichten. So ist an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste alles unterhalb von drei Metern über Normalnull potentiell überflutungsgefährdet. Das Hinterland zwischen Hohwacht und Heikendorf liegt zu großen Teilen sogar unterhalb des Meeresspiegels. So verschonte die große Sturmflut von 1872 in Stein, Wendtorf und Schönberg kaum ein Haus.

Seitdem hat sich in diesen Gebieten die Bevölkerung vervielfacht und nicht zuletzt der Klimawandel sorgt mehr und mehr für Extremwetterlagen und steigende Pegel. Der Küstenschutz in Schleswig-Holstein ist ein Garant dafür, dass die Folgen für Land und Leute glimpflich verlaufen. Ohne ihn könnte im Falle einer Sturmflut bis zu einem Viertel des Landes unter Wasser stehen. So dienen die Deiche, Deckwerke, Dünen und Faschinen nicht in erster Linie dem Schlendern und Schauen, sondern dem Schutz vor dem Unvermeidlichen, der nächsten Sturmflut.