Hafen Burgstaaken

Müll im Meer

Müll am Ostseestrand

Durch Müll verendeter Vogel

Fishing for Litter - Fischen nach Abfall

Im Mai 2011 startete das Projekt „Fishing for Litter“ in den Fischereihäfen Burgstaaken (Fehmarn) und Heiligenhafen. Im Frühjahr 2012 kam mit Sassnitz (Rügen) ein weiterer Ostseehafen dazu und im Sommer gelang mit Norddeich (Ostfriesland) der Sprung an die Nordseeküste. Hier baut der NABU mit regionalen und überregionalen Partnern eine Abfalllogistik auf, die dafür sorgt, dass die Fischer ihre „gefangenen“ Abfälle an Land kostenlos entsorgen können. Hierfür erhalten sie Säcke, sogenannte Big Bags, um den Müll an Bord der Schiffe zu sammeln. Zurück im Hafen werden die Säcke in extra aufgestellte Container geworfen, die von der ZVO-Entsorgung GmbH und der Nehlsen GmbH zur Verfügung gestellt werden. Um mehr über die Abfallbelastung der Ostsee zu erfahren wird der so gesammelte Müll mit Unterstützung von Der Grüne Punkt - Duales System Deutschland GmbH sortiert und analysiert. In Häfen, die nicht an diesem Projekt teilnehmen, ist die Müllentsorgung in der Regel kostenpflichtig. So gelangt ein großer Teil des unerwünschten „Beifanges“ wieder in die Ostsee, gefährdet die Meeresumwelt und beschädigt oder zerstört möglicherweise die Netze und Ausrüstung des nächsten Fischers.

Entstanden ist die Idee „Fishing for Litter“ bereits im Jahr 2000 in den Niederlanden. In Großbritannien, Belgien, den Niederlanden und Schweden beteiligten sich heute fast 400 Fahrzeuge an der Initiative in Burgstaaken und Heiligenhafen waren die ersten Ostseehäfen, die an einem derartigen Projekt teilnehmen.