Ein fangfrischer Hering (Geobytes)

Der Hering galt in früheren Zeiten als das Silber des Meeres. Das lag zum einen an dem intensiven silbrigen Schillern, das die mitunter riesigen Schwärme unter Wasser erzeugen konnten. Zum anderen war der Hering über lange Zeit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, um den der Überlieferung nach auch Kriege geführt wurden. Schon vor rund 1000 Jahren kannte man die Konservierung des Fisches mit Salz, was entscheidend war für die Seefahrt über weite Strecken. In den Gewässern rund um Kiel wurde der Hering bis ins 20. Jahrhundert hinein mit Wadenbooten gefischt.

Bei den Heringen gibt es Herbst- und Frühjahrslaicher, dennoch gilt die Zeit zwischen Februar und Mai gemeinhin als Heringszeit. Dann kommen die Fische in großen Schwärmen in die Küstennähe und schwimmen bis tief in die Förden und Buchten zur Eiablage. Hering wird in allen erdenklichen Formen verwertet und veredelt. Als Bismarck-, Brat und Salzhering, als Rollmops, Bückling und in Tomate konserviert kommt er in die Geschäfte. Frisch vom Kutter schmeckt er am besten in Zitrone und Mehl gewendet und in Butter gebraten.