der Brassen (© Katharina Mahrt)

der Brassen

der Brassen

Der Brassen

Nach dem Brassen als Leitfischart ist sowohl ein Flussabschnitt als auch ein fischereiwirtschaftlicher Seentyp benannt worden. Die Brassenregion liegt als artenreichste Fischregion im Unterlauf eines Flusses. Brassenseen sind größere, sommerwarme und -trübe Seen mit sommerlichem Sauerstoffmangel in der Tiefe über Schlammgrund. In seinem großen Verbreitungsgebiet besiedelt der anpassungsfähige Brassen in zumeist hohen Dichten auch Stauseen, Flussstaue, Kanäle, Ästuare und Brackgewässer mit weichem Grund.

Der auch Blei genannte Brassen wird mit 3-7 Jahren, ab 20-35 cm Länge, geschlechtsreif und erreicht ein Höchstalter von 23 Jahren. Die jungen Brassen halten sich ufernah auf, vom dritten Lebensjahr an zieht dieser Friedfisch den Tiefen zu, um vor allem Zuckmückenlarven mit seinem vorstülpbaren Maul aus dem Schlammgrund einzusaugen. Der Brassen kann bis zu 86 cm lang werden. Er besitzt ein wohlschmeckendes, allerdings von 129 Gräten durchsetztes Fleisch.