Die Noorfischerei in Eckernförde

Die Noorfischerei in Eckernförde

Das Windebyer Noor ist Landschaftsschutzgebiet und verfügt über eine sehr gute Wasserqualität. Es ist knapp 400 ha groß und an seiner tiefsten Stelle 13 m tief. Seit 1957, inzwischen in dritter Generation, befischt und hegt die Familie Mahrt den See. Sie beliefern in der Umgebung Restaurants mit Zandern, Aalen, Karpfen, Barschen, Plötze und Brassen. Es kommt auch vor, wenn auch selten, dass Lachsforellen, Hechte oder Welse gefangen und vermarktet werden. Eine Besonderheit des Windebyer Noors ist der Noorhering. Die Fische werden sofort nach dem Fang ausgeliefert oder im eigenen Laden verkauft.

Ca. 8 Fußminuten von der Eckernförder Innenstadt entfernt, liegt das „Windebyer Noor“. Der Name „Windebyer Noor“ ist jütischen Ursprungs und bedeutet übersetzt: Haff an der Ortschaft Windeby. Das Noor war ursprünglich mit der Ostsee verbunden. Deshalb ist sein Wasser leicht salzig (Brackwasser). Der See ist 400 ha groß, die tiefste Stelle misst 13 m.

Das Windebyer Noor ist Landschaftsschutzgebiet und darf nur durch den Fischereibetrieb Geschwister Mahrt bewirtschaftet werden. Es beherbergt überdurchschnittlich viele Fischarten: Maränen, Zander, Aale, Karpfen, Barsche, Plötze, Brassen, Hechte, Welse, Butt und Noorhering.

Die Direktvermarktung wurde seit 1997 forciert, die Veredelung von den selbst gefangenen Fischen gehört inzwischen zum Arbeitsalltag. Dass nicht alles Gute von oben kommt, mussten die Fischer leidvoll ab 1993 erfahren, als Schwärme von Kormoranen den Aalbestand drastisch reduzierten, was vielen anderen Fischereibetrieben die Existenz kostete. Franz und Rieke Mahrt konnten nur durch neue Vermarktungsideen und einen erheblich größeren Arbeitsaufwand das Überleben des Betriebes retten. Schon ab 1990 sah sich die Landesregierung gezwungen, die Binnenfischer zu unterstützen und führte das Maränenbesatzprogramm ein, was inzwischen ausgelaufen ist. Die große Maräne, die schnell über den Schnabel der Kormorane hinauswächst, sollte neuer Brotfisch der Binnenfischer in Schleswig-Holstein werden. Seit 2001 scheint sich der Aalbestand langsam zu erholen. Jedes Jahr setzen die Fischer Aale und Karpfen im Windebyer Noor ein. Alle gefangenen Fische werden sortiert und die jungen wieder ins Wasser gesetzt. Der Bestand wird durch selbstgesetzte Quoten geschützt.

2006 wurde der Betrieb umfassend erneuert und nach den neuen EU-Richtlinien ausgestattet. Nun gibt es auch einen Verkaufsraum, indem alle Produkte der Noorfischerei vermarktet werden. Dazu gehören u.a. selbstgemachte Marinaden, Räucherfisch und hausgemachte Fischfrikadellen.