Historische Aufnahme des Eckernförder Hafens

Zeichnung der Räucherei

typische Sprotten aus Eckernförde

Museumsräucherei Eckernförde

In der Gudewerdtstraße wird das Gebäudeensemble der ehemaligen Räucherei Hopp zu einer Museumsräucherei entwickelt. Der Verein Alte Fischräucherei Eckernförde e.V. hat die Gebäude mit Unterstützung der Stadt Eckernförde erworben und macht sich daran, der alten Räucherei wieder Leben einzuhauchen. Die Gebäude werden restauriert, eine Ausstellung wird vorbereitet und in den Altonaer Öfen soll zu Schauzwecken wieder geräuchert werden.

Historischer Hintergrund
Eckernförde war bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts einer der wichtigsten Fischereistandorte an der westlichen Ostsee. Die Stadt war geprägt von der  Fischkutterflotte und den unzähligen Fischräuchereibetrieben. Die wirtschaftlichen Veränderungen und der Rückgang der Fischbestände seit Mitte der Sechzigerjahre des letzten Jahrhunderts haben zu einer gravierenden Reduzierung dieses traditionellen Wirtschaftszweiges in Eckernförde geführt. Zur Zeit gibt es noch eine aktive Räucherei, die aber auf Grund der gültigen Hygienebestimmungen und Umweltverordnungen nicht mehr auf traditionelle Art räuchern darf. Bis auf zwei historische, seit Anfang der Sechzigerjahre stillgelegte Räuchereiensemble, wurden alle Räuchereien in der Altstadt von Eckernförde abgerissen.

Vereinsgründung
In Eckernförde gibt es einen Altstadtverein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die städtebauliche Entwicklung der Altstadt im Sinne der Bewahrung des speziellen Altstadtcharakters zu begleiten. Nach dem Abbruch einer alten Räucherei im Jungfernstieg galt das Interesse des Vereins dem Erhalt der ehemaligen Räucherei Hopp zwischen Gudewerdtstraße und Jungfernstieg. Dieses Ensemble ist hervorragend geeignet für die Einrichtung einer für die Stadt so wichtigen Museumsräucherei. Da diese Spezialaufgabe den Rahmen der Aufgaben des Altstadtvereins gesprengt hätte, wurde für diesen Zweck ein eigener Verein gegründet. So kam es am 21. Januar 2009 zur Gründungsversammlung des Vereins „Alte Fischräucherei Eckernförde e.V.“

Es geht los!
Der Verein hat in den 3 Jahren seines Bestehens regelmäßig Schauräuchern im mobilen Ofen veranstaltet, Spendenaktionen in die Wege geleitet (z.B. Miniatur-Ziegel), Kontakte aufgebaut (AktivRegion, Museen, AK Fischerei, etc.) und gezielte Öffentlichkeitsarbeit geleistet. Durch einen Spendenaufruf im November 2011 konnten ca. 50.000 Euro an Spenden eingeworben werden. Am 2. Juni 2012 hat es der Verein nach zähen Verhandlungen und politischer Überzeugungsarbeit geschafft, das Ensemble mit finanzieller Unterstützung der Stadt zu erwerben. Die Restaurierung unter Leitung des Architekturbüros Sunder-Plassmann hat begonnen.

Der Verein hat einen Dokumentarfilm über die Fischindustriegeschichte der Stadt Eckernförde von Kay Gerdes herstellen lassen: „Sprotten, Qualm und Schornsteine – 150 Jahre Fischräuchereien in Eckernförde“. Der Film kann für 15 € bei Rehbehn und Kruse, Jungfernstieg 19, in der Touristik am Exer und jeden Samstagvormittag in der Räucherei, Gudewerdtstraße 71 erworben werden.