Kappeln: einer der wenigen noch intakten Fischereihäfen der schleswig-holsteinischen Küste

Am Fischereihafen Kappeln werden pro Jahr 4.000 t Frischfisch angelandet

Circa ein Duzend Hauptberufsfischer fahren ab Kappeln mit Kuttern auf die Ostsee

In Kappeln befindet sich einer der wenigen noch intakten Fischereihäfen an der Ostküste. Von hier aus sind ca. ein Dutzend Hauptberufsfischer auf Kuttern auf der Ostsee unterwegs. Neben den großen Kuttern ist im Hafen Platz für Nebenerwerbsfischer, die mit ihren Booten die Schlei befischen. Über 4.000 t Frischfisch werden im Kappelner Fischereihafen pro Jahr angelandet. Das Spektrum von Hering über Dorsch bis hin zum Butt kann man in der Verkaufsstelle der Fischereigenossenschaft am Hafen erwerben. Fisch gibt es auch direkt vom Kutter. Hier ist zu sehen, wie der Fang ausgenommen und auch Fangmaterial wie Reusen repariert werden. Möchte man selbst aktiv werden, bietet sich eine Hochseeangelfahrt ab Kappeln an.

In der Zeit von März bis Mai dreht sich in Kappeln alles um den Hering: Hobbyangler reihen sich an der Hafenpromenade, auf den Kappelner Heringstagen wird gefeiert,  im Fischereihafen wird die Heringspumpe angeworfen. Bei dieser modernen Verlademethode wird der mit Hering gefüllte Frachtraum des Kutters mit Seewasser geflutet, die Fische herausgesaugt und über ein großes Rüsselrohr direkt auf eine vollautomatische Sortieranlage gepumpt.

Es empfiehlt sich ein Spaziergang vom Fischereihafen über die Hafenpromenade zu den weiteren Häfen der Stadt (2004/2005 neuer Gastliegerhafen). Dabei streift man eine Vielzahl von Restaurants und kann die bekannte Räucherei Föh an ihren drei markanten A-A-L-Schornsteinen erkennen. Nahe der Kappelner Brücke, die die Landschaften Angeln und Schwansen verbindet, befindet sich die Attraktion Kappelns:  Der Heringszaun aus dem 15. Jahrhundert ist der letzte seiner Art in Europa. Südlich der Brücke befinden sich der Hafen des Arnisser Segel-Club sowie der Museumshafen mit ca. 30 nostalgischen Schiffen.